April 14

Krankenversicherungen für Kinder gleichgeschlechtlicher Paare

 

Wenn Sie ein Teil von einem von ihnen sind, sind hier drei Empfehlungen für den Fall, dass Sie über den Verlust der Deckung besorgt sind oder erwägen, die Vorteile einer inländischen Partner Gesundheitsfürsorgeleistung in Anspruch zu nehmen. Auch für die Babys von Paaren gilt dieses Gesetz.

 Überprüfen Sie den Status der Leistung mit Ihrer Personalabteilung.

Lesen Sie die offenen Anmeldeunterlagen sorgfältig durch, um die Position Ihres Arbeitgebers zu den Leistungen für inländische Partner zu erfahren.

Wenn Sie derzeit die Krankenversicherung des Partners in Anspruch nehmen, sehen Sie nach, ob Sie eine Benachrichtigung über geplante Änderungen erhalten haben. Einige Arbeitgeber frieren die Leistungen ein, so dass Arbeitnehmer, die derzeit inländische Partnergesundheitsversorgung erhalten, dies weiterhin tun können, aber keine neuen inländischen Partnerleistungen angeboten werden.

Und wenn keine Änderungen angekündigt wurden, fragen Sie die Personalabteilung, ob Ihr Arbeitgeber plant, seine gleichgeschlechtliche Leistung einzustellen, und geben Sie an, wie sehr Sie sie schätzen.

Für unverheiratete Paare ist es sinnvoll, die Kosten und die Steuerbelastung im Vergleich zu einer separaten Einzelversicherung zu berechnen, bevor sie sich für eine inländische Partnerversicherung anmelden.

Die Anrufung der Vererbung bei Problemen dieser Art ist immer gefährlich. Wir werfen die Schwierigkeit der Erklärung nur weiter zurück. An welchem Punkt der Weltgeschichte wurde der morbide Geschmack erworben? Wenn nur verdorbene Personen zu homosexuellen Gefühlen fähig sind, wie sind diese Gefühle dann entstanden? Unter der Annahme, dass die Neuropathie eine notwendige Bedingung für einen abnormen Instinkt bildet, ist es eine generische Neuropathie oder eine bestimmte Art dieser Erkrankung? Wenn generisch, können gültige Gründe für das Betrachten der nervösen Krankheit in irgendwelchen seiner Aspekte (Hysterie ist die Mutter, Geisteskrankheit ist der Vater) als die Ursache von so eigenartig unterschieden einer Neigung des sexuellen Appetits angeführt werden? Wenn spezifisch, das heißt, wenn die Vorfahren des Patienten mit sexueller Inversion behaftet gewesen sein müssen, auf welche Weise haben sie es erworben, vorausgesetzt, dass alle unbefleckten Personen zu diesem Gefühl unfähig sind?

In diesem Moment der Geschichte gibt es wahrscheinlich keine Person in Europa, die nicht einen Teil eines neuropathischen Flecks geerbt hat. Wenn das gewährt wird, ist jeder der sexuellen Inversion ausgesetzt, und das Prinzip der Vererbung wird rein theoretisch.

Dass die sexuelle Inversion wie jede andere Eigenschaft auch übertragen werden kann und wird, scheint durch die Geschichte bekannter Familien sowohl in England als auch in Deutschland bewiesen zu sein. Dass es nicht selten von Personen ausgestellt wird, die eine schlechte Vorgeschichte haben, kann als erwiesen angesehen werden. In bestimmten Fällen sind wir also berechtigt, sie als Zeichen oder Begleiterscheinung von Nervenkrankheiten zu betrachten. Aber die Zeugnisse des antiken Griechenlands oder Roms, das, was Burton heute die „sotadischen Rassen“ nennt, der europäischen Schulen und Gefängnisse, sollten uns zögern lassen, bevor wir uns der Theorie Krafft-Ebings anschließen, dass Erbleiden eine notwendige prädisponierende Ursache ist.

In gleicher Weise kann Masturbation mit bestimmten Fällen von erworbenen homosexuellen Gefühlen angerechnet werden. Zweifellos wird der Instinkt gelegentlich auf eine obskure Weise durch die verdorbene Gewohnheit des übermäßigen Selbstmissbrauchs hervorgerufen. Doch die Autobiographien der erklärten Urnings bestätigen nicht die Ansicht, dass sie ursprünglich mehr vom Oranismus abhängig waren als normale Männer. Ulrichs hat die von Tarnowsky, Prager und Krafft-Ebing entwickelte Theorie erfolgreich bekämpft, wenn man sie als eine vollständige Erklärung des Problems betrachtet[25]. Andererseits zeigt die gemeinsame Erfahrung zweifelsfrei, dass sich junge Männer zwischen 16 und 20 Jahren dem täglichen Selbstmissbrauch hingeben, ohne ihren Appetit auf Frauen zu schwächen. Sie lieben Jungen und üben gegenseitigen Selbstmissbrauch mit Personen ihres eigenen Geschlechts; dennoch sehnen sie sich die ganze Zeit nach Frauen. Von den vielen, die so in den Jahren der Adoleszenz leben, haben einige zweifellos einen so schlechten Familienrekord, wie die schlimmsten Fälle von Krafft-Ebing zeigen. Was schließlich den Onanismus betrifft, der für einige erwachsene Urnings charakteristisch ist, so ist dies in den meisten Fällen auf die Unterdrückung ihrer abnormen Instinkte zurückzuführen. Sie übernehmen die Gewohnheit, wie Krafft-Ebing selbst sagt, faute de mieux[26].

März 2

Tuntenhaus

ein Wohnprojekt von Schwuchteln
in einem ex-besetzten Haus *
in Berlin-Prenzlauer Berg
(da)
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propaganda
 
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* Das Tuntenhaus ist nur das Hinterteil.
Hier geht’s zur Website des ganzen Hauses K86:
http://ka86.de

 

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Entdecke die Geheimnisse der Kraft des Eros der Weisheit des Tuntenhauses

Das Tuntenhaus
ist ein Wohnprojekt von schwulen Männern
in einem ex-besetzten Haus
im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg

Das erste Tuntenhaus existierte Anfang der 80er Jahre in der Bülowstraße in Schöneberg.
Das zweite, legendenumwobene Tuntenhaus wurde am Tag der Arbeiterinnen 1990 in der Mainzer Straße in Friedrichshain zusammen mit anderen Häusern besetzt. Einblick in das damalige Haus-Leben gibt die Dokumentation „Battle of Tuntenhaus“ der us-amerikanischen Regisseurin Juliet Bashore. Im November 1990, kurz nach der sogenannten Wiedervereinigung, merzte die BRD-Staatsmacht auf Anordnung des Berliner Bürgermeisters Momper (wer hat uns verraten?-Sozialdemokraten!) das bunte Treiben aus: in einer mehrtägigen Räumungsaktion verbunden mit Straßenschlachten wurde dem kurzen Sommer der Anarchie der Garaus gemacht.

Kronleuchterhof
Je nach rollenspezifischem Gestus waren also die Tunten gezwungen, ihre Röcke zu raffen, und die Mackerchen mussten ihre Stiefeletten schnüren. Ein Großteil der Bewohner zog nach der Vertreibung in ein ebenfalls besetztes Haus in der Kastanienallee im Prenzlauer Berg. Dort wurden die Wohnverhältnisse schnell legalisiert. Die Sozialstruktur dieses Hauses war lange Zeit charakterisiert durch starke Fluktuation der Bewohnerinnen. Im Moment bilden 17 Schwule, die sich als links oder alternativ definieren, eine Hausgemeinschaft, die sich wiederum auf vier Küchen aufteilt. Kommunikationsfördernd wirkt sich die Zimmerverteilung im Haus aus: man wohnt nicht automatisch auf dem Stockwerk, auf dem sich die WG-Küche befindet.

Tuntenhaus oder Männerwohnheim?
Tuntenhaus oder Männerwohnheim?
Ein Hauch von Luxus hat im Hausbesetzer-Ambiente seit dem Eigenbau eines Badezimmers Einzug gehalten. So kann tunte im Schaumbad sektschlürfenderweise bestaunen, wie ihr Macker-Mitbewohner die Glatze nassrasiert. Dem einen einsamen Duschkopf stehen immerhin 12 Computer im Haus gegenüber, was nicht nur die Wahl der Prioritäten veranschaulicht, sondern auch den Vorwurf illustriert, homosexuelles Männerwohnheim zu sein.

Das abgehalfterte, von der Sonne verschmähte Hinterhaus, das Dank Dispersionsfarbe aufgedonnert daherkommt, wird von Außenstehenden zum Teil als in sich kreisender Kosmos beschrieben. Das Hausleben samt der auftauchenden Probleme ist zeitintensiv, so dass schnell der Eindruck entsteht, man beziehe sich nur auf sich selbst. Entgegen landläufiger Meinung existiert nicht DAS Tuntenhaus, d.h. es gibt keine vom ZK diktierte Parteilinie. Stattdessen wird viel gestritten und gelitten. Gelacht und gelebt. Gegackert und gegluckst.

Nachdem sich das Haus zehn Jahre lang in Notverwaltung der Wohnungsbaugesellschaft befand, erfolgte im Jahr 2000 die sogenannte Rückübertragung an private Finanziers. Vorletzten Winter standen dann plötzlich drei neue Eigentümer auf der Matte, deren Vorstellungen im Moment nicht mit unseren vereinbar sind. Elementar für unser Zusammenwohnen ist z.B. das Belegungsrecht für frei werdende Zimmer und Wohnungen. Wir wollen uns selbst aussuchen können, mit wem wir unsere Gemeinschaft organisieren. Tuntenhäuser in anderen Städten wurden schon platt gemacht: uns bekannt sind das Tuntenhaus in Bremen(D) und das „DerDieDas Tuntenhaus“ in Bern(1994-96, CH). In Genf(CH) existierte ein besetztes schwul-lesbisches „Tantenhaus“. Im Übrigen gibt es kein Patent auf das „Konzept“ Tuntenhaus, bildet also ein—zwei—viele Tuntenhäuser!

Selbstverkultung in sozialistischen Ausmaßen